Seit 20 Jahren begleitet „Fit for Job“ Jugendliche in Lügde auf dem Weg von der Schule ins Berufsleben. Bei der Pressekonferenz am 12. Oktober 2026 blickten Projektpartner sowie ehemalige und aktuelle Teilnehmende auf die Entwicklung des Angebots zurück. Dabei wurde deutlich: „Fit for Job“ vermittelt nicht nur berufliche Orientierung, sondern stärkt junge Menschen auch in ihrer persönlichen Entwicklung.
Seinen Anfang nahm das Projekt im Schuljahr 2006/07 an der damaligen Realschule Lügde. Heute ist es fest an der Johannes-Gigas-Schule verankert. Die Schwering & Hasse Stiftung unterstützt das Angebot seit Beginn und übernimmt die Hälfte der Projektkosten. Die andere Hälfte trägt die Bundesagentur für Arbeit. Eng verbunden ist die Geschichte mit Georg-Jescow von Puttkamer, dessen Engagement und kritische Begleitung das Projekt maßgeblich geprägt haben.
Individuelle Begleitung statt Gießkanne
Mehr als 1.160 Schülerinnen und Schüler haben bislang teilgenommen. Tobias Forth vom Büro für berufliche Strategien begleitet das Projekt seit seinen Anfängen gemeinsam mit dem schulischen Koordinator Konrad Schlieker und dem ehemaligen Schulleiter Uwe Tillmanns.
Forth betonte bei der Pressekonferenz den besonderen Wert der intensiven Betreuung: Das Projekt schaffe Zeit für die Persönlichkeitsentwicklung und ermögliche es, individuell auf die Jugendlichen einzugehen. Potenzialanalysen, Kommunikations- und Bewerbungstrainings, Teamübungen sowie eine persönliche Berufswegeplanung helfen ihnen, eigene Stärken zu erkennen und nächste Schritte zu planen.
Bürgermeister Torben Blome brachte einen zentralen Gedanken mit „Fördern und Fordern“ auf den Punkt. Die Jugendlichen erhalten Unterstützung und übernehmen zugleich Verantwortung für ihren eigenen Weg. Das freiwillige, kostenlose Angebot findet außerhalb der regulären Unterrichtszeit statt und setzt auf ihre aktive Mitarbeit.
Mit der Zeit gehen – und fürs Leben lernen
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die kontinuierliche Weiterentwicklung. „Fit for Job“ wurde regelmäßig überprüft und an veränderte Anforderungen der Arbeitswelt sowie die Bedürfnisse der Jugendlichen angepasst. So hat sich auch die Gestaltung der Kurse verändert: Praktische Übungen und die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler nehmen heute einen größeren Raum ein.
Wie nachhaltig diese Erfahrungen wirken, zeigten die Berichte der Teilnehmenden. Vor einer Gruppe sprechen, sicherer kommunizieren und mehr Selbstvertrauen gewinnen – davon profitieren sie weit über die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz hinaus.
Für die Schwering & Hasse Stiftung ist das Jubiläum deshalb zugleich Rückblick und Ansporn: Gemeinsam mit den Projektpartnern möchte sie auch künftig jungen Menschen helfen, ihre Talente zu entdecken und ihren Weg ins Berufsleben zu finden.